• Wie Sie Ihre Zähne richtig pflegen

    Brauchen Sie Hilfe?

    Gesunde Zähne: Karies oder Parodontitis vorbeugen

    Eine sorgfältige Mundhygiene ist Voraussetzung für gesunde Zähne. Um das zu erreichen, gibt es heute viele Hilfsmittel. Die Palette reicht von der Hand- über die elektrische Zahnbürste, die Zwischenraumbürste und die Zahnseide bis hin zur Munddusche.

    Zähneputzen ist wichtig – schon ab dem ersten Zahn, und ob das nun von Hand oder mithilfe einer elektrischen Bürste geschieht, ist zweitrangig.

    Wer von einer Hand- auf eine Elektrobürste umsteigen möchte, hat die Wahl zwischen zwei Modellen:

    Die einen haben rotierende Köpfe, die anderen vibrierende. Rotierende Bürstenköpfe drehen sich vor und zurück, vibrierende reagieren mithilfe von Schall. Die Akkulaufzeiten variieren. Eine gute Laufzeit ist ab 80 Minuten für vibrierende und ab 50 Minuten für rotierende Modelle gegeben. Beide Modelle haben eine Nutzungsdauer von rund zehn Jahren und verbrauchen wenig Strom.

    Die Handzahnbürste erreicht die Zwischenräume nicht so gut.

    Deshalb empfiehlt sich die Verwendung von Zahnseide. Ob eine weiche, mittlere oder harte Handbürste die richtige Wahl ist, hängt von der Zahnoberfläche und der Zahnfleischempfindlichkeit ab. Die Hersteller von elektrischen Bürsten bieten zusätzlich zum unterschiedlichen Härtegrad spezielle Bürsten an, die zum Beispiel mehr Glanz verleihen.

    Lohnt sich die professionelle Zahnreinigung?

    Die professionelle Zahnreinigung ist eine Behandlungsmaßnahme, die inzwischen immer mehr Zahnarztpatienten in Anspruch nehmen. Hierbei handelt es sich um eine sogenannte Zusatzleistung, für die man teils zwischen 50 und 150 Euro bezahlt, je nachdem, wie viel Arbeit die Reinigung erfordert. Krankenkassen übernehmen die Kosten nicht. Dennoch gibt es verschiedene Gründe, dieses Geld ein- bis zweimal im Jahr für die persönliche Zahnpflege zu investieren – diese liegen nicht allein in Motiven der Eitelkeit. Der Zahngesundheit kann diese Maßnahme langfristig sehr zuträglich sein, allerdings empfiehlt sie sich nicht für jeden, eine umfassende Beratung durch den Zahnarzt sollte der Behandlung also unbedingt vorausgehen.

    Wozu eine Zahnreinigung?

    Trotz zweimaligem Zähneputzen am Tag sammeln sich in den Zahnzwischenräumen und an den Zahnfleischrändern Essensreste und Bakterien an, welche man mit der Zahnbürste nicht erreichen kann. Zahnbelag und Zahnstein entstehen, die nicht nur störend aussehen, sondern auch Ursache für weitreichendere Zahnprobleme wie Mundgeruch, Karies, Zahnfleischentzündung und Parodontitis sein können. Bei einer Zahnreinigung können Schmierfilme und Beläge wirkungsvoll entfernt werden, sodass den Mikroorganismen der Nährboden entzogen wird.

    Wie erfolgt die Reinigung?

    Nach einer eingehenden Untersuchung des Gebisses werden per Ultraschall die groben Zahnbeläge entfernt. Besonders hartnäckige Beläge werden mit speziellen Handinstrumenten beseitigt. Von Kaffee, Tee und Nikotin verfärbte Stellen können mit einem Pulverstrahlgerät gereinigt werden, das ein Luft-Wasser-Salzgemisch mit hohem Druck auf die Zähne richtet. Nach intensiver Reinigung der Zwischenräume mit Bürstchen und Zahnseide, werden die Zahnoberflächen glatt poliert, damit sich Zahnbelag schlechter darauf absetzen kann, und schließlich versiegelt ein fluoridhaltiger Lack die Oberfläche.

    Im Prinzip eignet sich die Zahnreinigung für jeden, der ein- bis zweimal im Jahr die tägliche Zahnpflege durch eine ergänzende Maßnahme erweitern möchte. Der Effekt einer Zahnreinigung ist sowohl präventiv als auch therapeutisch. Das heißt, den Krankheiten wie Karies, Parodontitis usw. kann vorgebeugt werden und gleichzeitig wird vorhandenen Füllungen, Zahnersatz und Implantaten eine längere
    Lebensdauer vorausgesagt bei regelmäßiger intensiver Reinigung des Gebisses.

    Allerdings ist anzumerken, dass es gewisse Risikofaktoren gibt:

    Das Zahnfleisch kann vom harten Reinigungsstrahl verletzt werden, was besonders bei Patienten kritisch ist, die blutverdünnende Medikamente einnehmen. Weiterhin sollten auch Patienten mit Herzschrittmacher oder künstlichen Herzklappen die Behandlung vorher mit ihrem Arzt absprechen. In letzterem Fall muss vielleicht ein Antibiotikum gegeben werden, um Infektionen vorzubeugen.

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