• Geschicklichkeitsspiel: Ein Kamel mit Lippenstift: Definitiv ein Eyecatcher!

    Kamela zick nicht – ein pinkes Kamel mit Starallüren

    Frau Julia Koser und ihre Kinder möchten euch das Spiel vorstellen:

     

    kamela-250 So wird gespielt? Die Regeln sind schnell erklärt. Ziel ist es natürlich Kamela so behutsam zu bepacken, dass sie es gar nicht merkt und brav liegen bleibt.

    Die Spieler dürfen abwechselnd eine Karte vom Stapel nehmen und den darauf abgebildeten Gegenstand auf ihren Sattel packen. Zieht man eine Prämienkarte erhält man den Punktwert ohne etwas aufladen zu müssen, zieht man die Aussetzenkarte muss man, wie der Name schon sagt, aussetzen.

    Lässt man das Gepäckstück aus versehen fallen bevor es am Sattel hängt kommt es zurück auf den Haufen und die Karte wieder auf den Stapel. Wirft man versehentlich ein anderes Gepäckstück vom Sattel muss man dieses erst wieder aufhängen, bevor man sich um sein eigenes kümmert.

    Es gibt 2 mögliche Endszenarien: Entweder sind alle Spieler so behutsam das Kamela durchhält bis sie komplett beladen ist- Gewinner ist, wer die meisten Punkte hat, oder man hat Kamela so verärgert, dass sie alles im hohen Bogen abwirft. In diesem Fall verliert der Auslöser seine kompletten Punkte, der Sieg entscheidet sich bei den restlichen Mitspielern wieder anhand der meisten Punkte.

    Spielzeit – wir lesen los: Schon das Auspacken stellte sich als wahres Highlight da

    kamela-250-5Kamela sieht in echt nämlich noch witziger aus als auf der Verpackung. Ein Kamel mit Lippenstift: Definitiv ein Eyecatcher!

    Um beginnen zu können muss sich das sture Kamel erst mal brav hinsetzen, wie genau das funktioniert ist zum Glück mit Bildern in der Anleitung beschrieben. Gerade, wenn andere Erwachsene mit unserer Maus spielen ist die Anleitung sehr wichtig, denn das Kamela sich hinsetzt ist beim ersten Versuch gar nicht so einfach. Wenn man aber erst mal weiß, wie es geht, dann klappt es ruck zuck.

    Die Karten müssen gemischt und gestapelt werden, die Gepäckstücke haben wir einfach daneben auf einen Haufen gelegt.

    Jetzt geht´s los! Die Anleitung besagt das der jüngste Kameltreiber den Anfang macht.

    Mausi beginnt. Bei den ersten Spielversuchen zeigt sich schnell, das es doch gar nicht so einfach für Kinder ist die verschiedenen Gepäckstücke zu unterscheiden.

    Sie sehen zwar alle unterschiedlich aus, aber Sachen die sich von der Form ähneln (beispielsweise Krug und Gefäß oder Zelt und Teppich) wurden oft erst unterschieden nachdem ich nachgefragt habe, ob sie sich denn sicher sei. Ich denke aber das ist eine Frage der Übung.

    Das Beladen von Kamela geht dafür besser als Gedacht. Für unsere 4 jährige war es kein Problem die verschiedenen Dinge aufzuladen. Mausi hatte sichtlich spaß und warf nach jedem erfolgreichen Versuch die Hände in die Luft und schrie „JUHU“.

    Nach dem zweiten mal spielen haben wir allerdings gemerkt, das man nicht zu euphorisch seien sollte, nachdem Mausi an den Tisch stieß erschrag Kamelanämlich so sehr, dass sie glatt den armen Ali Baba durch die Luft katapultierte.
    Ich muss aber gestehen, dass wir die Regeln ein wenig geändert haben und am Ende immer nach Punkten entschieden haben, egal bei wem Kamela gezickt hat. Denn gerade wenn der Altersunterschied der Mitspieler stark variiert verlieren die Kleinen sonst schnell den Spaß, weil es dann doch meistens sie sind, bei denen Kamela aufsteht. Haben die Kinder natürlich alle ein ähnliches Alter bzw eine ähnliche Feinmotorik kommt auch sicher mit den Grundregeln Freude auf.

    Wie fanden wir´s? Wie oben schon beschrieben punkten auf Anhieb natürlich die Optik. Ein geschminktes Kamel zaubert nicht nur den Kindern ein Lachen ins Gesicht. Ebenfalls positiv aufgefallen sind uns die simplen Regeln, die schnell erklärt sind und direkt beim ersten Spiel zu verstehen sind.

    Dadurch, das am Ende die Punkte ausschlaggebend sind (diese variieren je nach Gepäckstück) gewinnt nicht immer der Spieler mit der besten Motorik, vielmehr ist es oft einfach Glückssache. Das wieder herum macht es natürlich auch für Erwachsene noch attraktiv mit zu spielen.

    Wie schon oben erwähnt ist es nicht so einfach die störrische Kameldame dazu zu bringen sitzen zu bleiben. Mit Anleitung klappt das super, unsere Maus schafft es allerdings nicht alleine, was zur Folge hat das sie jedes mal, wenn sie mit anderen Kindern spielt einen Erwachsenen benötigt der nach jeder Runde das Kamel wieder hin setzt. (Je nach Kind dauert das manchmal nur wenige Augenblicke)

    Uns hätte gefallen, wenn in der Anleitung mehrere Versionen abgedruckt worden, gerade das man mit jüngeren Kindern nur nach Punkten geht ohne das Abwerfen von Ali Baba zu werten. So erhält man nämlich ein „mitwachsendes“ Spiel. Diese Art der Anleitungen kenne ich schon von anderen Spielen und finde es immer wieder schön, wenn man bereit für die nächste Stufe ist.

    Tipp: Um lange Freude an Kamela zu haben wäre auch ein etwas dickerer Karton eine gute Investition, durch seine Höhe wird er in der Mitte nämlich leicht instabil und knickt schnell ein.

    Im Großen und Ganzen sind wir sehr begeistert von unserem störrischen Kamel.

    Ein Spiel das mir auch als Mama Spaß macht (ein nicht ganz so unwesentlicher Punkt!) Man braucht nicht viel Aufbauzeit und auch neuen Mitspielern kann unsere Maus selbstständig die Regeln erklären.

     

    Erscheinungsjahr: 2015
    Verlag: HCM Kinzel
    Spieleranzahl: ab 2
    Alter: ab 4 Jahren

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