• Das Jugendbuch regt sehr zum Nachdenken über Heimat, Flucht und Vertreibung an…es ist aktuell und mehr als brisant.

    Auf der Flucht

    Frau Diane Wippermann – Mutter von Jan (12 J.) und Nele (10 J.) möchte euch dieses Buch vorstellen:

    winterpferdeDarum gehts: Im Winter 1941 ist es eiskalt im Naturreservat Askania-Nowa, wo sich das jüdische Mädchen Kalinka versteckt. Dort leben auch die seltenen Przewalski-Pferde, von denen es weltweit nur noch sehr wenige gibt. Kalinka und die Pferde sind in großer Gefahr als die Nazis Askania-Nowa besetzen und alles, was nicht der „Rasse“ entspricht töten .

    Kalinka flieht mit der Hilfe des treuen Tierwärters Max mit zwei überlebenden Pferden und seinem Wolfshund hunderte von Kilometern über die eisige, weiße Steppe der Ukraine. Ob es dem Mädchen und den drei Tieren wohl gelingen wird, der Übermacht der Deutschen zu entkommen?

    Gebannt lesen die Kinder Seite um Seite und stellen auch Fragen zur damaligen Zeit und zu der Flucht ihrer Großeltern.

    Philip Kerr erzählt sehr einfühlsam und spannend von der Flucht im ukrainischen Winter. Die Handlung ist temporeich und Jan und Nele wollten unbedingt mehr über den Krieg und die Ursachen erfahren.

    Besonders beeindruckend fanden sie das Mädchen Kalinka, die ohne Eltern, ganz alleine tausende von Kilometern, mitten durchs Kriegsgebiet flieht.

    Nele gefiel auch das Cover (mit den eisigen, kalten Farben, Kalinka, dem Hund und den Pferden) außerordentlich gut.  „Man spürt förmlich die Kälte“, so Nele. Jan hat es in einem Rutsch durchgelesen, obwohl er erst kritisch war und vermutet hat, dass es sich um ein „Mädchenbuch“ handeln würde. Aber der starke Überlebenswillen des Mädchen und ihre Liebe zu den Tieren fand er sehr beeindruckend. Auch zieht er Parallelen und stellt Fragen zur heutigen Flüchtlingsproblematik.

    Eisiger Winter, Krieg und Flucht… Das Buch Winterpferde ist unser „must read“ 2016 und absolut empfehlenswert.

     

    Es setzt sich mit dem Schrecken des Krieges auseinander und bezaubert mit dem dem charismatischen jüdischen Mädchen Kalinka und den seltenen Przewalski-Pferden. Außerdem regt es sehr zum Nachdenken über Heimat, Flucht und Vertreibung an und ist somit hoch aktuell und mehr als brisant.

    Winterpferde von Philip Kerr
    Jahr: 2015
    rowohlt RotfuchsVerlag
    286 Seiten, gebunden
    Leser-Zielgruppe: 13 – 16 Jahre

     

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