• Mit großem Vergnügen haben die drei Mädels ihre Edelsteine heimlich hinter ihrer Schutzwand

    Edelsteine verstecken – „Spielen wir nächste Woche wieder Schmuggler?“

    Frau Christine Breuer betreut im Auftrag der Stadt nebenberuflich – im Rahmen der Jugendsozialarbeit – Kindergruppen, mit denen sie sich einmal die Woche trifft  zum Basteln, Spielen, Kochen – was man eben so in einer Gruppenstunde macht 😉

    schmuggler-200Die drei achtjährigen Mädchen, denen ich das Spiel angeboten habe, sind total begeistert. Was ihnen so gefällt? „Dass da Knet dabei ist. Und Edelsteine. Und dass man nicht gleich verloren hat, wenn man in der Rumpelkammer landet. Und die Figuren sind lustig.“ Argumente für das Spiel haben die drei schnell gefunden.

    Was ein Schmuggler ist, musste ihnen zwar erst einmal erklärt werden, aber das hat sie eigentlich weniger interessiert. Viel toller fanden sie, mit der Knete zu arbeiten, die Größe der Kugeln zu taxieren, einen Edelstein darin einzuschließen und am Ende abzuschätzen, welchen Stein die andere wohl geschmuggelt hatte.

    Spannend war immer die Frage: Passt die Kugel durch das vorher ausgewürfelte Tor oder ist sie zu groß?

    Schnell haben die Mädchen auch kapiert, dass sie die Kugel zwar sehr klein gestalten können und somit immer durch die Tore kommen, dass sie damit aber nicht unbedingt das Spiel gewonnen haben.

    Mit großem Vergnügen haben die drei Mädels ihre Edelsteine heimlich hinter ihrer Schutzwand in die intelligente Knete eingearbeitet.

    schmuggler_1Die Kugel zu formen, dafür haben sie sich Platz genehmigt. Es konnte ja schließlich keine der anderen sehen, wie viel Unterschied die einzelnen Kugeln haben würden. Und der Stein war gut versteckt. Was mir persönlich gut gefallen hat, ist der pädagogische Ansatz des Gewinnens und Verlierens. Denn wer in der Rumpelkammer landet muss nicht unbedingt der Verlierer sein. Das hat eines der Mädchen auch feststellen müssen. Akzeptieren konnte sie es aber nur schwer. Sie kann nicht verlieren, muss immer die Beste sein und kann andere auch schon mal hämisch auslachen, wenn sie sich auf der Siegerspur wähnt. Bei diesem Spiel hat sie erfahren müssen, dass sich das Blatt auch sehr schnell wandeln kann. Sie landete zu 90 Prozent im Büro des Chefs, während eine andere grundsätzlich in die Rumpelkammer einzog. Da sie sich aber immer wieder irrte, als es um die Farbe des Edelsteins ging, sammelte die andere viele Kärtchen und war somit die Gewinnerin.

    Die Verarbeitung des Spielmaterials ist sehr gut

    schmuggler_2Das Spielfeld und die Schutzwände sind aus stabilem Karton, die Bahn, über die die Kugeln durch die Tore rollen, ist aus Kunststoff, bei dem ich die Befürchtung habe, dass er bei häufigem Gebrauch einreißen könnte. Positiv ist: Es gibt an dem Kunststoffteil keine scharfen Kanten oder spitze Ecken.

    Für die Knete und die Edelsteine sind kleine Tütchen mit Verschluss beigelegt

    So kann kein Steinchen verloren gehen und die Knete nicht austrocknen. Dass die Knete sich nicht mit den Steinen verklebt, ist von großem Vorteil, dass sie aber, sobald sich zwei verschiedenen Knetkugeln treffen, sofort verbinden und sich dadurch die Farben unzertrennlich vermischen ist nicht so gut. Das war beim Spiel auch immer wieder ein kleineres Problem, wenn die Mädels nicht aufgepasst haben und nicht abwarten konnten, bis sie an der Reihe waren. Da gab es dann schon kleinere Materialverluste.

    schmuggler_3Die Farbgestaltung gefällt mir sehr gut. Die Bilder sind in freundlichen ansprechenden Farben gestaltet, die düstere Rumpelkammer ist in braun gehalten und vermittelt gleich den Eindruck, auf der Verliererseite zu stehen, was aber, wie oben beschrieben eben nicht der Fall sein muss.

    Den Kindern haben auch die Comics super gefallen.

    Dass sie gegen die Zeit arbeiten und nicht stundenlang nach Belieben Kugeln formen konnten, hat sie am Anfang gefordert. Mit der Zeit fanden sie es aber richtig spannend, rechtzeitig fertig zu werden.

    schmuggler_4Fazit: Das Spiel ist empfehlenswert und wird auch schon Kindern ab acht Jahren gerecht. Selbst Erstklässler könnten, sofern sie sich schon konzentrieren können, mit dem Spiel klarkommen. Das Material und die Verarbeitung sind stabil, die Farben und Figuren ansprechend.

    Das Spiel hat nur einen Fehler 😉 Es gibt nur ein einziges Mal Pink – und das geht bei Mädchen gar nicht. Meine Mädels haben dann reihum die Farben gewechselt, sodass jede mal mit der pinken Knete arbeiten konnte.

     

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