• Autismus bei Kindern erkennen und verstehen

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    Das „Anders Sein“ akzeptieren

    Autismus ist eine angeborene, unheilbare Störung des Gehirns, die bei Kindern unterschiedlichen Alters einsetzt und sich bemerkbar macht. Die betroffenen Kinder haben Störungen im Sozialverhalten, wie Schwierigkeiten, mit anderen Menschen zu sprechen und Gesagtes richtig zu interpretieren, die Mimik und Körpersprache einzusetzen und zu verstehen.

     

    Es betrifft deutlich mehr Jungen als Mädchen und macht sich – je nach Form der Erkrankung – bereits im Säuglings- oder Kleinkindalter bemerkbar. Experten gehen davon aus, dass Autismus genetisch bedingt ist. Sie beeinträchtigt die Entwicklung der Persönlichkeit und der der Autist isoliert sich typischerweise von seinen Mitmenschen.

    Verdacht auf Autismus?

    Die Symptome dieser Erkrankung betreffen diese Lebensbereiche, in denen Autisten – manche mehr oder weniger – beeinträchtigt sind: Autisten kapseln sich von ihrer Umwelt ab und ihre Interessen und Aktivitäten sind im Vergleich zu seinen Altersgenossen begrenzt. Zwischenmenschliche Beziehungen sind gestört und die Sprachentwicklung und die Fähigkeit eines Autisten, mit anderen Menschen zu kommunizieren, sind beeinträchtigt. Autisten neigen auch dazu, ein bestimmtes Verhalten immer wieder zu wiederholen.

    Den Verdacht auf Autismus stellt in der Regel der Kinderarzt fest. Um andere Erkrankungen als Ursache für die Symptome auszuschließen, werden eine Reihe von körperlichen Untersuchung wie auch Seh- sowie und Hörtest durchgeführt. Natürlich werden die Eltern genau nach den vorliegenden Symptomen befragt. Dies erfolgt in Form eines Gespräches sowie durch Ausfüllen von Fragebögen.

    Autistische Kinder „verstehen“

    Sie halten keinen Blickkontakt zu anderen Kindern oder Erwachsenen. Sie sprechen kaum und lächeln nicht. Auch den körperlichen Kontakt zu anderen Menschen meiden sie. Wenn sie sprechen, verwenden sie grundsätzlich das „du“ statt „ich“.

    Autistische Kinder sind nicht in der Lage, die Gefühle anderer Kinder zu erkennen oder Gefühle zu zeigen. Ein autistisches Kind, das traurig ist, sucht beispielsweise keinen Trost bei Bezugspersonen. Die Kinder spielen lieber alleine als mit anderen Kindern und haben daher kaum Freundschaften.
    Die Interessen von autistischen Kindern sind häufig auf Gebiete begrenzt, die kein soziales Verhalten voraussetzen oder nicht mit sprachlichen Fähigkeiten zusammenhängen. Die Kinder zeigen schon in der früheren Kindheit beträchtliche Leistungen im Rechnen und Auswendiglernen. Auch sind besondere Begabungen im musikalischen und zeichnerischen Bereich zu beobachten.

    Es gibt mehrere Formen von Autismus

    • Zu der bekanntesten Form gehört der Frühkindlicher Autismus (Kanner-Syndrom), der sich schon bei Babys zeigt. Viele Menschen mit frühkindlichem Autismus sind geistig eingeschränkt und benötigen teils lebenslange Unterstützung.
    • Das Asperger-Syndrom zeigt sich bei Kindern im Kindergarten- oder Grundschulalter. Es handelt sich um eine mildere autistische Störung. Die Sprache und Intelligenz entwickeln sich beim Asperger-Autismus in der Regel ohne besondere Einschränkungen. Die Betroffenen können meist ein selbstständiges Leben führen.
    • Ein atypischer Autismus kommt dem frühkindlichen Autismus nahe, zeigt sich aber später und/oder wirkt sich milder aus.
    • Das Rett-Syndrom ist eine tief greifende Entwicklungsstörung, die wie der frühkindliche Autismus eine lebenslange Unterstützung der Betroffenen nötig machen kann.

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