• Betroffene wissen, dass es rational keinen Grund gibt, vor einer bestimmten Sache Angst…

    Wie können wir mit der Angst im Alltag umgehen?

    Die Angst ist uns allen bekannt. Im Prinzip handelt es sich um ein gesundes Warnsignal, das dem Selbsterhaltungstrieb dient. Das Gefühl der Angst teilt uns mit, dass eine Situation oder eine Sache unser Leben gefährden könnte. Die Angst versetzt Körper und Geist in Alarmbereitschaft und ist somit ein Schutzmechanismus. Die Realität ist allerdings wesentlich komplexer. Für viele Menschen wird die Angst zum Problem, zum ständigen oder vorübergehenden Begleiter und zu einem Hindernis im Alltag. Das Objekt der Angst, also das, wovor wir Angst haben, hat nichts mehr mit logischen Schlüssen zu tun. Und obwohl viele Betroffene wissen, dass es rational keinen Grund gibt, vor einer bestimmten Sache Angst zu haben, ist das Gefühl unvermeidbar. Atemnot, Zittern, Schwitzen, Herzrasen, Nervosität und ein benebelter Geist sind die schlimmsten Folgen, die in extremen Fällen dazu führen können, dass die normalen Dinge des Alltags nicht mehr möglich sind. Experten sprechen hier von krankhaften Angststörungen und Panikattacken, die sich deutlich von normaler Angst abgrenzen.

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    Für viele Betroffene ist das Thema ein Tabu und die Angststörung wird dem Umfeld lange verschwiegen. Dabei stehen Menschen mit Angst- oder Panikattacken nicht alleine dar. In einer Umfrage des Internet-Portals Gutscheinsammler haben nur ein Viertel der Befragten angegeben, unter keinen größeren Ängsten oder Phobien zu leiden. Die häufigsten Ängste sind Reptilienphobien, persönliche Ängste (Höhenangst, Flugangst, Angst vor Menschenmengen usw.) und Angst vor der eigenen Zukunft.

    Leitfaden: Was tun bei Angststörungen? 
    Die folgenden Punkte sind eine grobe Anleitung, was bei Ängsten zu tun ist. Man sollte die Angst auf gar keinen Fall ignorieren, da das Problem damit nur aufgeschoben und nicht gelöst wird.
    1. Die Angst erkennen und darüber sprechen
    Es gibt Menschen, die große Angst vor konkreten Dingen oder Situationen haben. Hierbei kann es sich um Reptilien, Insekten oder andere Tiere handeln. Auch Höhenangst, Flugangst, Angst vor Menschenmengen oder Platzangst gehören in diese Kategorie. Wenn Familie, Freunde und Arbeitskollegen von dem Problem wissen, können Sie dabei helfen, es zu überwinden, beziehungsweise den angstauslösenden Faktor gezielt zu umgehen. Es gibt eine andere Art von Angst, die weniger konkret ist. Allgemeine Panikattacken treten oftmals unerwartet auf, haben keinen offensichtlichen Auslöser und können in verschiedenen Stärken und Abständen auftreten. Bei dieser Art von Angstattacken ist in der Regel immer eine Therapie notwendig, um dem eigentlichen Grund (meistens eine traumatische Erfahrung aus der Vergangenheit) auf den Grund zu gehen. Sprechen Sie zumindest mit Ihrem engsten Umfeld über ihre Ängste, das allein kann schon Wunder wirken.
    2. Sich der Angst stellen
    Es gibt viele Therapien, die das Ziel verfolgen, sich der Angst zu stellen. So zum Beispiel Seminare der Fluggesellschaften gegen Flugangst. Auf eine gewisse Art und Weise wird man sich seiner Angst stellen müssen, aber eine Schocktherapie ohne professionelle Unterstützung kann schnell ins Gegenteil umschlagen und die Angst verschlimmern. Hier ist Vorsicht geboten.

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    3. Sport treiben
    Ausdauersport hat eine ähnliche Wirkung auf unser Gehirn wie Medikamente. Der Serotonin-Haushalt wird reguliert, welcher sich bei depressiven Menschen mit Angststörungen häufig im Ungleichgewicht befindet. Regelmäßiger Sport ist definitiv die gesündeste Medizin gegen Angst.
    4. Therapien und Medikamente
    Es gibt eine Reihe von medizinischen Maßnahmen, die helfen können. Prinzipiell wird eine Angststörung auf zwei Ebenen angegeben. Eine Pharmakotherapie, sprich die Verabreichung von Medikamenten, und eine Psychotherapie lindern akute Krankheitsphasen und suchen nach der Ursache der Störung. Selbsthilfegruppen für Angehörige und Betroffene sind auch sehr gute Anlaufstellen, um sich auszutauschen. Hier stellt man schnell fest, dass man mit dem Problem nicht alleine dasteht.
    Leiden Sie auch unter einer Angststörung? Es ist nie zu spät, etwas dagegen zu unternehmen.

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