• In Zusammenarbeit mit dem weltmarktführenden Unternehmen für Gesichtserkennungssysteme wurde ein System entwickelt…

    Jugendschutz: Spielothek Gaststätten unterstützen mit Gesichtserkennungssystemen und Ausweisscannern

    gluecksspiel

    Quelle: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

    Die vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz gestartete Initiative „Glücksspiel – Nix für Jugendliche“ bekommt massive technische Unterstützung. Mit dem Flyer unter demselben Motto werden bereits heute vor allen Dingen Gastwirte und deren Mitarbeiter auf Ihre Verantwortung für den Schutz von Kindern und Jugendlichen hingewiesen.

    Unterstützung kommt jetzt auch von der Spielothek-betreibenden Seite: Ein großer Schritt in die richtige Richtung in Sachen Jugendschutz und ein Signal an die Gesellschaft sendet derzeit der Betreiber der Offenburger Casino Merkur Spielothek.

    In Zusammenarbeit mit dem weltmarktführenden Unternehmen für Gesichtserkennungssysteme wurde ein System entwickelt, das u.a. Jugendliche einer besonderen Kontrolle beim Betreten einer Spielhalle unterzieht.
    Jugendlichen unter 18 Jahren ist nach § 6 des Jugendschutzgesetzes der Zutritt in Casinos nicht gestattet. Oftmals „schummeln“ sie sich durch älteres Aussehen oder den kurz gezeigten Ausweis des älteren Geschwisters dann leider doch hinein. Bislang liegt in Zweifelfällen die Entscheidung über Eintritt oder Zutrittsverweigerung allein im Ermessen des Spielhallen-Personals.

    Jugendliche sind besonders gefährdet, glücksspielsüchtig zu werden. Sie sind risikobereiter als Erwachsene und sind auf der Suche nach einem Kick. Studien aus dem Jahr 2013 belegen, dass jeder fünfte Jugendliche unter 18 Jahren an Glücksspielen teilgenommen hat, obwohl es gesetzlich verboten ist.

    Das soll nun anders werden. Künftig liefert ein Monitor im Casino-Eingangsbereich dem dortigen Personal Bilder des Gastes auf deren mobile Endgeräte. Diese Geräte schätzen anhand biometrischer Gesichtsdaten das Alter des jeweiligen Gastes. Bei jungen Menschen ist das System in der Lage, die Gesichter verschiedenen Altersgruppen zuzuordnen. Einzugrenzen ist das Alter auf 14 bis 17 Jahre, 15 bis 18 Jahre usw. Durch ein Ampelsystem (grün/gelb/rot) zeigt das Gerät im Falle einer als minderjährig eingeschätzten Person rotes Licht und das Casino-Personal spricht den Jugendlichen an.

    Was sich zunächst auf die Casino Merkur Spielotheken beschränkt – in Deutschland sind das 260 Kasinos – soll nach dem Wunsch von Betreiber und Entwickler deutschlandweit eingeführt werden.

    Schnell mal ein paar Euro in einen Geldspielautomaten zu werfen, während man auf seine Pizza wartet, ist ebenfalls sehr verlockend. Um Jugendliche vor dem Spielen in Gaststätten zu schützen, hat die Cognitec GmbH eine Kamera entwickelt, die den Face-Check direkt am Gerät durchführt.

    Diese Kamera wird direkt in die Spielautomaten installiert. Die Überprüfung des Alters findet statt, indem der Spieler seinen Ausweis durch einen Scanner am Gerät zieht, parallel hierzu wird das Gesicht kontrolliert. Erkennt das Gerät eine minderjährige Person, sperrt die Software das Gerät und der Jugendliche muss sich mit dem Zocken auf dem Smartphone begnügen.

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